Ganz schön ruhig ist es diese Woche bei mir im Büro. Die Urlaubszeit ist in vollem Gange…weniger Disney Soundtracks, weniger Rattern der Kaffeemühle und weniger Expertise vom Nachbartisch. Phasenweise ist mir das zu ruhig und ich vermisse ein bisschen Wirbel um mich herum <3
Du bist bestimmt diesen Sommer auch die ein oder andere Woche mal etwas einsamer im Büro oder im Homeoffice oder? Es gibt Abwesenheitsnotizen und Urlaubsvertretungen, der Laden wird am Laufen gehalten, es gibt offene Aufgaben, aber neue Projekte und Konzepte werden gerade nicht gestartet. „Das machen wir dann nach dem Urlaub.“
Hot Take: Das ist die ideale Chance, sich ein bisschen Luft zu verschaffen für Gedanken über die eigenen Wünsche und die eigene Weiterentwicklung.
Letztes Jahr um diese Zeit habe ich genau diese Sommerwochen genutzt, um mit echten Freunden und unechten Freunden (Claude und Chatty, seid gegrüßt) zu diskutieren und zu überlegen, wo ich eigentlich hin will. Ich war unzufrieden mit ein paar Bestandteilen meines Jobs und kam mir selbst recht ziellos in meinem Arbeitsleben vor. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um meinen Einflussbereich abzugrenzen und mir selbst konkrete Ziele zu stecken, denn mir war gar nicht klar, auf welchem Level ich anfangen sollte…
Will ich Wissensträgerin für eine zukunftsträchtige Fachlichkeit sein? Will ich meinen Aufgabenbereich im Rahmen meiner Position erweitern oder verändern? Will ich einen gänzlich anderen Job machen? Oder wünsche ich mir einfach nur mehr Verbindung im Team? Ich wanderte gedanklich von der Planung eines Team-Events bis hin zu kompletter Kurskorrektur meines beruflichen Werdegangs. Und diese Wanderung hat mir geholfen, mir selbst konkrete Ziele zu stecken und hat mich zu meinem Fazit kommen lassen: Wichtig ist, sich ab und zu mal Zeit einzuräumen, um sich bewusst über Wünsche und Möglichkeiten Klarheit zu verschaffen.
Nutze doch das vermeintliche Sommerloch zum Sinnieren, zum Querlesen, oder einfach um in Ruhe nachzudenken. Das zahlt sicher auch auf deine langfristige Zufriedenheit mit deinem Arbeitsalltag ein. Ich schließe mal mit einer Frage: Wenn du im Sommer 2027 hier am Bildschirm sitzt – was willst du bis dahin erlebt oder versucht haben?