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Lästern eats Culture for Breakfast

6. November 2025

Illustration eines Pac-Man-Symbols, das einem roten Geist mit Herz nachjagt.

💬 Es passiert schnell: beim Kaffeetrinken mit der besten Freundin, am Schreibtisch des Kollegen oder nach dem Meeting in kleiner Gruppe: wir lästern.

„Ich mag sie ja, aber sie ist halt manchmal etwas chaotisch.“
„Der Chef hat wieder null Plan und kommt nur mit unrealistischen Dingen um die Ecke.“
„Ich will ja nix sagen, aber die Neue wirkt irgendwie nicht belastbar.“

Wir haben es sicher alle schon mal getan: Kleinere Lästereien wirken meist harmlos und für einen kurzen Moment fühlt es sich sogar gut an. Wir werten uns selbst auf, indem wir andere abwerten, es entsteht Zugehörigkeit durch Lagerbildung, wir bauen Frust ab.

🧨 Das Problem: Lästern erzeugt langfristig Distanz, Misstrauen und unsichere Räume. Denn wer über andere redet, statt mit ihnen, sendet ein klares Signal:
Hier ist nicht sicher, was über dich gesagt wird.
Dieses Signal wird von allen wahrgenommen: von denen, die lästern, genauso wie denen, die ungewollt mithören, und wahrscheinlich von den Betroffenen selbst. Einer Person, die lästert, kann man nicht trauen - denn, wie redet die Person morgen über mich?

Eine Lose-Lose-Situation, die Gemeinschaften und Teams nachhaltig schädigt und für nichts und niemanden eine Besserung herbeiführt.

Doch, wie damit umgehen? Na, ganz einfach:

💫 Ich kann bei mir selber anfangen: ich höre jetzt damit auf, ich tue es einfach nicht. Ich ergründe lieber, warum ich diesen Impuls verspüre, gehe der Sache auf den Grund. Und ich überlege, wie ich die Situation für mich und alle verbessern kann.

🧡 Sei selbst das Wunder. That’s it.

Und wenn in einer Gemeinschaft hinter den Lästereien doch etwas mehr steckt, bspw. ungelöste Konflikte, verhärtete Fronten oder spürbare Resignation, dann braucht es wahrscheinlich Aufarbeitung: einen partizipativen Prozess, eine Kultur des Verständnisses, ehrliches Feedback und gewaltfreie Kommunikation.

Aber der Prozess lohnt: Wir wollen doch dort sein, wo Menschen den Mut haben, offen statt hintenrum zu sprechen. Wo Feedback kein Gerücht ist, sondern ein Gespräch, das uns weiterbringt.

Portrait von Christoph.

Geschrieben von Chris

Co-Founder

Chris ist Mitbegründer von glæd.works und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in ihrer Arbeitswelt glücklicher zu machen, in der patriarchale Führung, kompetetives Verhalten im Team und aktionistisches Handeln von Vorgesetzten der Vergangenheit angehört.

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