Klingt komisch, oder? Fast ein bisschen banal. Wieso soll ich nur "ok" sein?
Vorweg: das "ok" bedeutet hier nicht durchschnittlich oder gerade so ausreichend.
Dieser Satz beschreibt in wenigen Worten eine essentielle Grundbedingung für ein vertrauensvolles Miteinander. Es geht hier um unsere innere Haltung – der Psychiater Thomas A. Harris unterscheidet dabei vier mögliche Menschenbilder:
Ich bin ok – du bist ok.
→ Ich erkenne meinen Wert und den des anderen.
Ich bin nicht ok – du bist ok.
→ Ich zweifle an mir und ordne mich unter.
Ich bin ok – du bist nicht ok.
→ Ich werte andere ab, um mich besser zu fühlen.
Ich bin nicht ok – du bist nicht ok.
→ Ich habe in mich und andere kein Vertrauen.
…
Unsere Erfahrungen prägen früh, wie wir auf uns selbst und andere schauen: Fühle ich mich eher "nicht gut genug"? Oder halte ich andere schnell für "das Problem"?
Diese inneren Überzeugungen leiten uns unbewusst in den unterschiedlichsten Situationen: in Feedbackgesprächen, in Konflikten, in der Zusammenarbeit.
Wir können uns aber auch bewusst für "Ich bin ok, du bist ok" entscheiden.
Wir können uns entscheiden, uns selbst nicht abzuwerten, andere nicht vorschnell zu bewerten oder uns über sie zu stellen.
Wir haben uns bei glæd.works dazu entschieden, diese Haltung nicht nur für unser Miteinander im Team zu leben, sondern sie als Code of Conduct in unserem Kursprogramm zu nutzen. Für sichere Räume, in denen wir uns gemeinsam auf Augenhöhe begegnen können.
Du und ich - wir sind ok. 🧡